Basiswissen

Fonds sind nicht kompliziert, aber einiges sollte man wissen - wie sie funktionieren, welche Fondstypen es gibt, wo die Risiken liegen und anderes mehr. Hier finden Sie verständliche, klare Antworten.

Hedge-und Futurefonds

Mit herkömmlichen Fonds hat diese Fondsart nur den Namen gemein sam. Im Vordergrund steht die absolute Gewinnmaximierung. Hierfür werden verschiedene Strategien und Instrumente angewandt. Hochris kante Termingeschäfte gehören genauso dazu wie Leerverkäufe und Spekulationen auf Kredit. Mit Absicherungsstrategien versuchen Hedge fonds, auch bei rückläufigen Kapitalmärkten positive Ergebnisse zu erzielen.


Zum Beispiel: Beim Handel mit Terminkontrakten wird ein ausge wähltes Produkt zu einem bestimmten Preis auf einen späteren Termin hin gekauft oder verkauft. Es handelt sich also um eine reine Speku lation auf die zukünftige Preisentwicklung. Dies stellt eine reine Wette dar, da keinerlei Werte in Form von Wertpapieren oder Immobi lien verbrieft sind. Daher unterliegen Hedge- und Futuregeschäfte nicht dem deutschen Wertpapierbegriff und fallen nicht unter die Anlegerschutzgesetze für Investmentfondsanlagen. Sie unterliegen keinerlei Kontrolle durch das Bundesaufsichtsamt.


Vor dem Kauf von Hedge- und Futurefonds sollten Sie sich unbedingt über die Seriosität der Fondsgesellschaft erkundigen. Außerdem darf diese Fondsart nie als Basisinvestition angesehen werden. Ein weiterer Unterschied liegt in der Verfügbarkeit Ihres Geldes. In den meisten Fällen haben Hedgefonds Bindungsfristen, und selbst wenn diese ausgelaufen sind, ist der Verkauf nur zu festen Terminen quartals- oder monatsweise möglich.

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Dieser Inhalt stammt aus dem Buch:

Investmentfonds verstehen und richtig nutzen
von Andreas Rühl